Nach einem Projekttag von Black&White im Bildungszentrum Niederstetten in Baden-Württemberg haben Schüler für die folgende Resolution beim Schulfest Unterschriften gesammelt: Vielleicht schließen sich auch Schüler anderer Schulen an und sammeln Unterschriften und senden sie an Europäisches Parlament, die Fraktiionen darin, den Bundestag und die Bundestagsparteien. Informiert uns, wenn Ihr solche Aktionen unternehmt und was rauskommt, damit andere ermutigt werden und man sieht dass das Gewicht gegenüber der Politik größer wird zu handeln.
Wir fordern die Europäische Kommission, das Europaparlament und die Fraktionen des europäischen Parlaments sowie die deutsche Regierung und die Fraktionen des Bundestages und den Bundestag auf,
1.) ... sicherzustellen, dass in Afrika die Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 ohne Abstriche verwirklicht werden.
Die Versprechen der Weltgemeinschaft, Hunger und extreme Armut zu beseitigen, Kindersterblichkeit und Müttersterblichkeit drastisch zu verringern, allen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, für die Gleichberechtigung der Frauen zu sorgen, Malaria, Aids und andere Krankheiten gemeinsam zu bekämpfen, der Umweltzerstörung entgegenzuwirken und faire Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Industrie- und afrikanischen Ländern herzustellen, müssen ohne Abstriche bis 2015 erfüllt werden. die Vereinten Nationen aber jetzt festgestellt haben, dass die Zahl der Hungernden nicht wie versprochen sinkt, sondern drastisch gestiegen ist, fordern wir das Europäische Parlament und die europäischen Regierungen auf, einen Notstandsgipfel anzuregen, um sofort geeignete Maßnahmen zu beschließen, dem wachsenden Hunger und Verhungern entgegenzuwirken. Wir fordern insbesondere auch dazu auf, dass Europa sein vor 30 Jahren gegebenes Versprechen endlich erfüllt, 70 Cent von 100 Euro als Entwicklungszusammenarbeitsgelder bereitzustellen und Zölle und Landwirtschaftssubventionen zu streichen, die viele afrikanische Bauern in den Bankrott treiben.
2.) ... die Aufnahme der aus Afrika in den Mittelmeerländern ankommen Flüchtlinge solidarisch zu organisieren, d.h. die am Mittelmeer liegenden europäischen Ländern mit dem Problem nicht allein zu lassen.
3.)...dem Beispiel der USA zu folgen und die Afrikanerinnen und Afrikaner um Entschuldigung zu bitten für die Organisation des transatlantischen Sklavenhandels und die Kolonialisierung Afrikas.Europa bedauert das große menschliche Leid, das es in fünf Jahrhunderten dem afrikanischen Kontinent zugefügt hat. Es bedauert die wirtschaftlichen Zerstörungen und die mit diktatorischen Mitteln erzwungene Herabwürdigung Afrikas zum Rohstoffzulieferer und zum Absatzmarkt ihrer Fertigprodukte. Europa bedauert, dass diese europäischen Einwirkungen auf Afrika bis heute wesentlich mit für Armut und Hunger verantwortlich sind. Wir fordern das Europäische Parlament und die Europäische Kommission auf, der Afrikanischen Union vorzuschlagen, zwei gemeinsame, paritätisch besetzte Kommissionen einzurichten: Eine Historikerkommission, die die Geschichte des Sklavenhandels und der Kolonialzeit aufarbeitet und ein gemeinsames Schulbuch für die Schulen beider Kontinente erstellt, um diese Zeit ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und die Basis für die Versöhnung zu schaffen. Eine Kommission von Sozialwissenschaftlern, die die noch verbliebenen Resultate dieser Zeit ermittelt und ein Programm für die vollständige Dekolonialisierung erarbeitet, das zu gleichberechtigten Beziehungen zwischen Europa und Afrika führt.